Für jedes Zimmer der richtige Bodenbelag

[Werbung] Bei einem Neubau oder der Sanierung von Wohnung bzw. Haus kommt irgendwann die entscheidende Frage: Welcher Belag für welches Zimmer? Die Wahl des Bodenbelags sollte sorgfältig überlegt werden, denn dieser lässt sich nicht so einfach ändern wie zum Beispiel die Wandfarbe. Wir haben im ganzen Haus Parkettboden gewählt – bis auf Flur, Bäder und Keller.

Welcher Belag für welches Zimmer der „Richtige“ sein könnte, welche Wirkungen, Vor- und Nachteile die einzelnen Beläge mit sich bringen, hab ich euch nachstehend zusammengestellt.

Alle Bodenbeläge im Überblick
Für den Wohnraum stehen prinzipiell folgende Bodenbelagsarten zur Verfügung: Parkett, Laminat, Massivholzdielen, PVC, Teppich, Kork, Fliesen und Vinylboden. Der richtige Bodenbelag hat großen Einfluss auf das Flair und den Charme eines Raumes, seine Wirkung und die Wohnbehaglichkeit.

Parkettboden

Der Natürliche: Parkettboden
Parkettboden ist ein Bodenbelag aus massivem Holz. Es gibt ihn in zwei verschiedenen Varianten: Einschicht-Parkett und Mehrschicht-Parkett.
Beim Einschicht-Parkett besteht der Belag aus sogenanntem Vollholz. Das Mehrschicht-Parkett setzt sich aus zwei oder drei Schichten zusammen, wobei die Deckschicht aus Massivholz hergestellt ist. Parkettboden gibt es in vielen verschiedenen Farbtönen – wie das vielfältige Angebot bei Holzland zeigt. Neben der natürlichen Tönung der unterschiedlichen Holzarten ist auch das Färben des Holzes durch Beizen möglich. Dabei bleibt die natürliche Maserung des Holzes erhalten.

Je nach Holzart und Tönung können Sie die Räume in Ihrem Zuhause gestalten. Klassisch wird Parkett mit Nut und Feder, via Spundung oder etwas moderner im Klick-Verfahren verlegt. Parkettboden eignet sich wegen seiner guten Wärmeleitfähigkeit auch für Fußbodenheizungen. Als Naturstoff sorgt es für ein sehr angenehmes Raumklima – ist aber zugleich auch anfällig für Feuchtigkeit. So gehört zum Parkettverlegen eine PE-Folie gegen Feuchtigkeit ebenso dazu wie eine Trittschalldämmung und Abstand zu den Wandflächen, damit das Holz arbeiten kann.

Der Nachahmer: Laminat
Nicht selten wird Laminat als „der kleine Bruder des Parketts“ bezeichnet. Ähnlichkeiten gibt es vor allem beim Dekor und beim Verlegen. Dennoch ist Laminat nicht mit einem echten Parkettboden zu vergleichen. Das Laminat besteht aus einer Träger- und einer Dekorschicht. In der Regel sind die Trägerschichten aus MDF zusammengesetzt. Laminat kann in der Dekorschicht viele verschiedene Holzarten imitieren und sieht dadurch täuschend echt aus. Im Vergleich zum Parkett ist Laminat-Boden natürlich deutlich günstiger.

Von der Weinflasche auf den Boden: Kork
Kork ist wie Laminat ein Naturprodukt. Er ist wasserundurchlässig und dämmt den Trittschall ausgezeichnet. Ähnlich wie Parkett gibt es ein sehr weiches Gefühl und ist prädestiniert zum Barfuß-Laufen. Und noch eine Ähnlichkeit zum Parkett: Kork ist ökologisch unbedenklich und ein nachhaltiger Werkstoff. Beim Korkbelag sind helle Holztöne ebenso denkbar wie dunkle. Der Belag aus Kork ist etwas anfälliger gegen Stoßbelastungen und bedarf einer umfangreicheren Pflege als Laminat und Parkett.

Der Klassiker: Fliesen
Fliesen waren und sind in Badezimmern und oft auch der Küche die erste Wahl für den Bodenbelag. Sie sind wasserdicht, stabil und leicht zu reinigen. Während Laminat und Parkett mit dem nötigen Know-how selbst verlegt werden können, sollte das Fliesen aber immer einem geübten Handwerker überlassen werden. Wir haben uns in der Küche übrigens gegen einen Fliesenboden und für Parkett entschieden. Ein durchgängig verlegter Boden sieht unserer Meinung nach überaus harmonischer und weitläufiger aus als zwei Beläge in einem Raum oder in zwei ineinander übergehenden Räumen (unsere Küche ist ja durch eine Schiebetür vom Wohnraum abgetrennt).

Der Neue: Vinylboden
Der Vinylboden, auch Designboden genannt, hat eine sehr robuste und widerstandsfähige Oberfläche, die dank der Nutzschicht und der zusätzlichen PU-Vergütung unempfindlich gegenüber mechanischen Einwirkungen ist. Der Belag ist sehr barfußfreundlich und lässt sich leicht pflegen. Sein größter Pluspunkt ist die große Anzahl an Dekoren. Durch seine spezielle Verarbeitung können viele Oberflächenstrukturen, wie beispielsweise eine Schiefer-, Holz- oder Steinstruktur nachgebildet werden, wodurch er eine realistische und authentische Haptik bekommt.

Du magst vielleicht auch

4 Kommentare

  1. Mein Onkel fragte mich neulich etwas zum Thema billiger Parkettboden, aber ich wusste nichts darüber. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich diesen Beitrag gefunden habe. Wenn ich ihn das nächste Mal sehe, kann ich ihm sagen, was ich hier gelesen habe.

  2. Danke für die Gedanken über die verschiedenen Bodenbeläge. Für unsere Traumküche wollen wir einen Bodenbelag aus Echtholz. Das sieht so schön aus und ist sehr nachhaltig. Fliesen gefallen uns auch sehr und werden wahrscheinlich im Bad verlegt werden.

  3. Danke für den Artikel über Fliesen verlegen. Ich habe mich nie wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt, aber mein Freund hat letztens davon gesprochen. Deswegen ist es echt gut, dass ich diesen Beitrag gefunden habe. Sehr hilfreich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code